Mittwoch, 31. Oktober 2012

Watchlist

Gesehen im Oktober: 


Suspria  8/10
(Dario Argento, 1977)

Before Sunset  4/10
(Richard  Linklater, 2004)

Beethoven‘s 2nd  3/10
(Rob Daniel, 1993)

Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eule  2/10
(Franziska Buch, 2004)

Samaria  8/10
(Ki-Duk Kim, 2004)

Die Ehe der Maria Braun  8/10
(Rainer Werner Fassbinder, 1979)

Liebe 1962  8/10
(Michelangelo Antonioni, 1962)

Vampyr  7/10
(Carl Theodor Dreyer, 1932)

Vicky Cristina Barcelona  6/10
(Woody Allen, 2008)

Dieses obskure Objekt der Begierde  7/10
(Luis Bunuel, 1977)

Star Wars: Episode I - Die Dunkle Bedrohung  4/10
(George Lucas, 1999)

The Man Who Sleeps  6/10
(Bernard Queysanne. 1974)

Verdammnis  7/10
(Bela Tarr, 1988)

Die werckmeisterschen Harmonien  8/10
(Bela Tarr, 2001)

Die bitteren Tränen der Petra von Kant  7/10
(Rainer Werner Fassbinder, 1972)

What Time Is It There  7/10
(Tsai Ming-Liang, 2001)

Nachtblende  8/10
(Andrzej Zulawski, 1975)

21 Jump Street  7/10
(Chris Miller, 2012)

The Killing  7/10
(Stanley Kubrick, 1956)

Shining  8/10
(Stanley Kubrick, 1980)

The Tree of Life  9/10
(Terrence Malick, 2011)

Starship Troopers: Invasion  2/10
(Shinji Arakami, 2012)

Repulsion  8/10
(Roman Polanski, 1965)

Montag, 29. Oktober 2012

Die Frau in den Dünen


Suna no onna (Hiroshi Teshigahara, 1964)



Die ersten Minuten lassen eine symbolische Entdeckerreise in hypnotischen Bildern, voller Insekten (Teshigahara war auch Dokumentar-Filmer), in riesiger Wüste, in der so viel zu finden ist, erwarten. Doch in unmittelbarer Zeit wird aus "Woman in the Dunes" ein - immer noch bildgewaltiges - Kammerspiel. Der Lehrer, der im Sand forschte, verpasst den letzten Bus, kommt bei einer Witwe unter, die ihn aufnimmt und erfährt am nächsten Tag, dass ihm der Weg zurück von den Dorfbewohnern versperrt wird, um mit gegen die kommenden Sanddünen anzukämpfen. 

Eine Wüste in unendlichen Weiten, Sand in unendlichen Mengen und irgendwo ein Haus, in dem man gezwungen ist zu bleiben. Getrennt von all dem, was man eigentlich vorhatte, geplagt von Sanddünen, die immer wieder drohen das Haus zu zerstören. "Woman in the Dunes" verfolgt die klaustrophobische Panik, die man erfährt, allein schon bei dem Wissen sich in einer Hütte mitten im Nirvana aufhalten zu müssen, ohne davon wegkommen zu können. Alleine das Gefühl der Gefangenschaft ist so schmerzvoll, dass man vergisst inwieweit man den Wert im Leben gesehen hat. Ebenso geht es um das vergebliche Kämpfen gegen das Unmögliche, um sich zu befreien, ohne sich dabei auf das Mögliche (die Affäre mit einer Frau) fokussieren zu können. Wenn man weiß, dass man festsitzt, will man mit aller Kraft raus, ohne zu wissen, wie und warum überhaupt. 
Der Film wurde von mir in jeder seiner einmaligen 147 Minuten vollkommen verschlungen, doch je mehr man über ihn liest, desto mehr erfährt man über diese rätselvolle, allein so schon vollkommen fesselnde Erfahrung voller Symbolik aus schweißgebadeter, sich annähernder Haut und schwimmenden Sand. Die Atmosphäre aus experimentellen Tönen und die vielen Nahaufnahmen mit verzaubernder, wie auch verstörender Wirkung sind unbeschreiblich und lassen diesen Film nie wieder aus dem Kopf gehen. Das ist einfach mit nichts vergleichbar. Wirklich etwas, dass man so noch nie gesehen hat.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Samaria


Samria (Kim Ki-Duk, 2004)

In roher Eleganz erzählt Kim Ki-Duk von einer Geschichte über zwei Mädchen, die auch beruflich ziemlich hart aufeinander angewiesen sind. Denn sie versuchen an ihre Träume mit Prostitution zu verwirklichen. Die ersten Szenen lassen ihren Alltag durchgehen, der oftmals aus Diskussion um die Kunden bestehen, von denen die, die nur draußen Wache hält mehr angewidert ist während die, die mit den Leuten schläft oft Nähe bei jenen sucht. Natürlich wird dabei nichts gut gehen. "Samaria" ist ein besonders deprimierendes Werk, was schnell in eine ziemlich hoffnungslose Richtung läuft. Ki-Duk's Bildersprache lässt den Film sehr einnehmend wirken und schon bald war ich mitten in seinem deprimierenden, morbiden Studie über über das Vergehen und die Schuld von Prostitution an Minderjährige. Der Regisseur bebildert das ganze mit viel Lyrik. Sein Film ist nicht so wortkarg wie seine bekanntesten Werke "Bin-jip und "Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling", aber immer noch sehr zurücknehmend und mit betonter Bildersprache. Später geht es um die Rolle des Vaters, der von dem Treiben seiner Tochter erfährt und seinen Umgang mit den Opfern. Letztlich ein Film, der an Themen schneidet und dabei immer wieder an einen er tragischen Punkt gelangt. Guter Film.