Donnerstag, 28. Februar 2013

Watchlist

Gesehen im Februar 


The Big Sleep  7/10
(Howard Hawks, 1946)

Onibaba  9/10
(Kaneto Shindo, 1964)

Der Riss  7/10
(Claude Chabrol, 1970)

The Killing of a Chinese Bookie  7/10
(John Cassavetes, 1976)

Woman of the Lake  8/10
(Yoshishige Yoshida, 1966)

The Net  3/10
(Irwin Winkler, 1995)

The Last Stand  6/10
(Jee-woon Kim, 2013)

Repulsion  8/10
(Roman Polanski, 1965) 

5 Zentimeter per Second  8/10
(Makot Shinkai, 2007)

My Blueberry Nights  6/10
(Wong Kar Wai, 2007

In the Mood for Love  10/10
(Wong Kar Wai, 2000)

The Naked Kiss  7/10
(Samuel Fuller, 1964)

Take Shelter  7/10
(Jeff Nichols, 2011)

Clean, Shaven  6/10
(Lodge Kerrigan, 1993)

Fanny und Alexander  8/10
(Ingmar Bergman, 1982)

The Passenger  8/10
(Michelangelo Antonioni, 1975)

Der letzte Mann  7/10
(F.W. Murnau, 1924)

Die süße Haut  7/10
(François Truffaut, 1964)

Escape From New York  6/10
(John Carpenter, 1981)

Henry: Portrait of a Serial Killer  7/10
(John McNaughton, 1986)

Der Schlachter  7/10
(Claude Chabrol, 1970)

As Tears go by  7/10
(Wong Kar Wai, 1988)

The Man Who Fell to Earth  8/10
(Nicolas Roeg, 1976)

2046  7/10
(Wong Kar Wai, 2004)

Stranger Than Paradise  5/10
(Jim Jarmusch, 1984)

Audition  9/10
(Takashi Miik, 1999)

Die verborgene Festung  7/10
(Akira Kurosawa, 1958)

Made in USA  7/10
(Jean-Luc Godard, 1966)

Lolita  6/10
(Stanley Kubrick, 1962)

A Nightmare on Elm Street 2: Freddy‘s Revenge  6/10
(Jack Sholder, 1985)

Liebe auf der Flucht  7/10
(François Truffaut, 1979)



Donnerstag, 21. Februar 2013

Das Schweigen


Tystnadan (1963, Ingmar Bergman)

Ein zermürbendes Schweigen gibt es schon zu Anfang. Wir sehen drei Menschen und hören nur den Zug laut fahren. Dann ein Zwischenstopp im Nirgendwo. Irgendeine fremde Stadt, mit fremder Sprache. Zwei Schwestern, die sich zusammen in einem Hotelzimmer, sprich: Auf einem engen Raum aufhalten und dort unfähig zu sein scheinen, die Spannung, die wohl zwischen ihnen steht zu dämpfen. Eine von ihnen ist todkrank, was ihre Beziehung keineswegs friedvoller macht. Eher erscheinen sie mit dieser Situation gar nicht wirklich umgehen zu können und zu wollen. Immer wieder versucht die Kranke zwischen ihnen eine erfreulicherer Stimmung zu erzeugen, welche die andere ignorant ablehnt. Hier wird uns nicht nur ein fremde Stadt, sondern eine fremde Welt gezeigt, in der sich jeder Art von Gefühlen widersetzt wird. Anna fühlt die Liebe zu ihrer sterbenden Schwester und wehrt sich mit aller Kraft dagegen. Der Sohn von ihr wird natürlich von dem Verhältnis der beiden zueinander unwissend gelassen. Er darf alleine durchs Hotel wandern, sich verirren und eine Welt von kleinwüchsigen Artisten entdecken. Ihm steht der einzige hoffnungsvolle Teil des Filmes zu, während sich ein Szenario  bitteres Szenario aus durch Sex unterdrückter Liebe und erzwingender Eifersucht abspielt. Ingmar Bergman gelang mit "Das Schweigen" in ausdrucksstarker Form ein pessimistisches Stück Film mit großartigen Schauspielern, bedrückender Stimmung. In seinem damals als "gottlos" bezeichneten Inhalt wurden hier einige Kontroversen eingegangen, die dem Kino durchaus neuen Mut gaben. 

    

Samstag, 16. Februar 2013

Take Shelter


Take Shelter (Jeff Nichols, 2011)
Ein Mann steht einem Sturm und dessen denkbaren Auswirkungen gegenüber und diese verfolgen die Urängste jedes glücklichen Menschen in einer Familie. Sein Traum ist es, der ihn mehr und mehr geistig zerstört. Durch sein Verhalten gegenüber Mitmenschen (Frau, Arbeitskollegen) wird er selber zu einer Katastrophe in seiner Welt. Eine Weile verschweigt er explizit seine Furcht, Träume, dessen Auswirkungen oder auch Besuche beim Arzt komplett gegenüber seiner vertrautesten Person (großartig: Jessica Chastain). Nur der Zuschauer selber verfolgt ihn mit in seinen Träume, die einen riesigen Sturm, braunen Regen und ein Verrücktspielen von Menschen aus seiner Realität enthalten. Dem Hauptprotagonisten, Shannon, überkommt die Pflicht, dass er seine Familie mit tauber ergo verwundbarer Tochter und Frau von dieser Katastrophe einfach sicher halten muss. Ohne dabei irgendwie über Geld und was die anderen wohl danach denken nachzudenken, baut er eben einfach (sicher ist sicher) einen Bunker. Jeff Nichols gelingt mit diesem Katastrophen-Drama ein vollkommen mitreißendes Werk. Es gab keine Sekunde, in dem ich ich nicht mitfiebern konnte und besonders bei der Szene im Bunker, die ich mir immer wieder noch mal angeschaut habe, stockte mir beim ersten mal ein wenig der Atem. Meine Skepsis zu Anfang, wegen der vielen Melancholia-Disse im Zusammenhang mit diesem, waren ziemlich schnell verflogen. Von Triers Film schlug bei mir insgesamt mehr ein, nicht weil er unbedingt besser ist, sondern wegen der intimeren Auseinandersetzung mit den Charakteren und dem wenngleich wenig subtilen Pessimismus. "Take Shelter" lebt mehr von seiner Spannung und undurchsichtig gehaltenen Perspektive von Traum im Bezug auf die Realität, womit er die Angst vor dem Weltuntergang bzw. einer Katastrophe und nicht dessen Akzeptanz die jeweiligen Hauptfiguren spüren lässt.


Samstag, 2. Februar 2013

Onibaba


Onibaba (Kaneto Shindo, 1964) 
Shindo veranschaulicht kraftvoll die Auswirkungen des Krieges innerhalb einer einzigen, endlosen Schilflandschaft (nicht minder optisch beeindruckend als der Bambuswald in "Kuroneko"). Er ist es eben, der die Menschen zwingt über Leichen zu gehen, um sich über Wasser halten zu können. Nicht nur in den Kämpfen, auch in den verlassensten Gegenden findet man seine Spuren. In diesem Fall sind es zwei Frauen, dessen Fehlen von Namen den Abstand von einer Zivilisation noch mal verdeutlicht. Eine junge und eine alte Frau, die regelmäßig verletzte Samurai-Kämpfer töten und ausbeuten, um für deren Besitz etwas zu Essen eintauschen zu können. Der Schrecken des Krieges wird an den gestrandeten Kriegern oder von der Ferne zu beobachtenden Explosionen immer wieder angedeutet. Genauso viel her macht allerdings die Lebendigkeit abseits des Krieges, die hier immer noch herrscht und auch auf die wirft Shindo ein pessimistisches Licht. Man kann sich denken, warum Kriege so schnell entstehen. Hier entsteht ein kleiner anhand drei Personen und einer Meinungsverschiedenheit zwischen einer jungen Frau und ihrer Schwiegermutter, die vom Gefährten ihres Mannes/Sohnes erfahren, dass dieser im Krieg gefallen ist. Während die Schwiegermutter ihm vorwurfsvoll entgegenkommt, erweckt seine Anwesenheit ein großes Interesse bei der Frau. Es entsteht eine erhofft heimliche Beziehung zwischen ihnen. Das verleiht dem Film und der Beziehung der Frauen eine bedrückende (sexuelle) Spannung, geprägt von Eifersucht, Lügen, die keinen Gewinner, sondern nur Versagen herbeiführen. Krieg eben.

Freitag, 1. Februar 2013

Watchlist

Gesehen im Januar 

Rosemary‘s Baby  8/10
(Roman Polanski, 1968)

Yojimbo  7/10
(Akira Kurosawa, 1961)

Into the Abyss  7/10
(Werner Herzog, 2011)

Audition  9/10
(Takashi Miike, 1999)

The Zookeeper  3/10
(Franki Coraci, 2011)

Profondo Rosso  9/10
(Dario Argento, 1975)

Sucker Punch  9/10
(Zack Snyder, 2011) 

Total Recall  2/10
(Len Wiseman, 2012)

Battleship  1/10
(Peter Berg, 2012)

The Element of Crime  7/10
(Lars von Trier, 1984)

Fitzcarraldo  6/10
(Werner Herzog, 1982)

Darkness Light Darkness  6/10
(Jan Svankmajer, 1990)

Epidemic  7/10
(Lars von Trier, 1988)

Pfahl in meinem Fleisch  9/10
(Toshio Matsumoto, 1969)

The Ghost Writer  8/10
(Roman Polanski, 2010)

Excision  7/10
(Richard Bates Jr., 2012)

Piranha 3DD  5/10
(John Gulager, 2012)

Opening Night  8/10
(John Cassavetes, 1977)

Eine verheiratete Frau  5/10
(Jean-Luc Godard, 1964)

Django Unchained  7/10
(Quentin Tarantino, 2012)

The Face of Another  8/10
(Hiroshi Teshigahara, 1966)

Zabriskie Point  8/10
(Michelangelo Antonioni, 1970)

Schwarze Katze, weißer Kater  2/10
(Emir Kusturica, 1998)

Die Außenseiterbande  7/10
(Jean-Luc Godard, 1964)

In guten wie in schweren Tagen  3/10
(Karan Johar, 2001)

Hunger  7/10
(Steve McQueen, 2008)

The Artist  5/10
(Michel Hazanavicius, 2011)

Die Braut trug schwarz  6/10
(François Truffaut, 1968)

Heroic Purgatory  8/10
(Yoshishige Yoshida, 1970)
  
Die letzten Glühwürmchen  8/10
(Isao Takahata, 1988)

25th Hour  2/10
(Spike Lee, 2002)

Cloudy with a Chance of Meatballs  6/10
(2009, Phil Lord)

Im Reich der Sinne 7/10
(Nagisa Oshima, 1976)

The Blob  5/10
(Irvin S. Yeaworth Jr, 1958)

The Five Obstructions  7/10
(Lars von Trier, 2003)

The Perfect Human  7/10
(Jørgen Leth, 1967)