Cloud Atlas (Andy und Lana Wachowski & Tom Twyker, 2012)
Knappe drei Stunden, die sich um einen Batzen kürzer anfühlen stehen "Cloud Atlas" zum einen zugute, haben aber auch den Effekt, dass der Inhalt der Geschichten nie wirklich an Ernst gewinnt. Der Film hängt sich nicht konzentriert an seine Kapitel, sondern zimmert planlos eines hinter das Nächste und bietet dem Zuschauer wenig Platz dafür sich in einer Handlungsstränge zu verlieren. Somit fehlt "Cloud Atlas" so hübsch und bedeutend er teilweise ist oder sein will ein ganzes Maß an Gefühl. Eher wirkt es so, als könne der Film sich nie wirklich entscheiden, welche Stimmung er im Zuschauer auslösen will und nutzt die vielen Geschichten um verschiedene Stimmungslagen zu erzeugen. So haben wir gleichzeitig einen Film, in dem im Ganzen mit hoher Gewichtigkeit der Meta-Hieb steht, dass doch alles mit irgendwas verbunden ist, dem Zuschauer aber gleichzeitig zum lachen bringen will, wenn eine Frau einen (natürlich bösen) Mann mit einer Rohrzange erschlägt. Fragmentarisch versucht er Episoden anzuknüpfen, um zu behaupten, dass dies und jenes doch passiert, weil dies und jenes zuvor geschah und hebt einen verkitschten "über alles"-Touch über mehr oder weniger spektakuläre Geschichten. Ansehnlich, aber letztlich nicht wirklich komplett gelungen.

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