Mittwoch, 26. Dezember 2012

Kuroneko

Yabu no naka no kuroneko (Kaneto Shindô, 1968


Während der Mann im Krieg ist, kommen Mutter und Frau bei dem Überfall einer Samurai-Bande um und werden vergewaltigt und ermordet in der verbrannten Hütte gelassen. Eine umherschleichende, schwarze Katze streunt über die Überreste des Hauses und steht als Symbol des bösen Herrscher, der die beiden als rachsüchtige Geister, deren Feindbild nun der Samurai darstellt, wiederkehren lässt, um diese im Wald abzufangen und ins weit abgeschiedene Haus zu locken. Ein höchst atmosphärischer, hauptsächlich im nächtlichem Wald angelegter Japan-Horror, dessen Bilder einen direkt gefangen nehmen. Durch das Zurückkehren des Mannes wird das Grauen des Krieges gelungen reflektiert, denn er und seine Mutter mit Tochter stehen von nun an auf zwei verschiedenen Seiten, es ist egal, dass sie einander lieben - Gegner bleibt Gegner, wodurch der Film zuletzt einen melodramatischen Ton einschlägt. Somit zeigt "Kuroneko" allein schon auf welchen Ebenen ein Horrorfilm funktionieren kann und hebt Verführung, Liebe, Krieg und hoffnungslose Vergeltung in ein faszinierendes Ganzes.

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