Barton Fink (Joel and Ethan Coen, 1991)
Der Schreiber. Das kleine Arbeitstier im schmuddeligen Hotelzimmer, was sich denkt, dass es den Bossen da draußen in der strahlenden Sonne nicht nur eine alberne Hollywood-Geschichte auftischen will, sondern etwas vorzeigen möchte, was einen wirklich ins Rampenlicht werfen und zum bewährten Kritikerliebling avancieren lässt. Die Coens machen die Welt Hollywoods zu ihrer Welt mit komischen, aber in diesem Fall unheimlich wirkenden Gestalten. Die meiste Zeit bleibt man aber mit dem Hauptdarsteller in dem Hotelzimmer und beobachtet ihn dabei, wie er alles von sich lostippen will, um diese stinktypische Hollywood-Geschichte zu verwirklichen und diese gleichzeitig mit einem "Barton Fink"-Feeling zu kombinieren. Doch wie soll man sich konzentrieren, wenn um einen herum die Moskitos summen, einen ein Bild hypnotisiert und Tapeten abgleiten, weil die nicht mehr vom Leim gehalten werden, da er wie Blut runterfließt? Und nach einer Zeit gerät er sogar in seinem Mordfall, trifft auf antisemitische Polizisten und hält ein ungeöffnetes Packet mit unbekanntem Inhalt in den Händen von seinem doch eigentlich vertrautem, einzigen Hotelgenossen.
Den Coens gelingt dank ihrem großartigem Drehbuch, den Topbesetzungen, ganz besonders natürlich Turtorro und Goodman, der Kamera von Deakins, dem Score Burwell (dem Dreamteam halt) einer ihrer wichtigsten Filme mit rabenschwarzer Komik, verwirrender Story, unschlüssigen Elementen und einer wahnwitzigen, neuartigen Form, Hollywood als bösen Ort zu demaskieren.

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