Mittwoch, 27. März 2013

Spring Breakers



Spring Breakers  (Harmony Korine, 2012)
Quasi das für die Mega-Party, was "Sucker Punch" für den Actionfilm ist: Verherrlichung und Überdosis in einem. Laute Musik, neonfarbige Bilder, verschütteter Alkohol und nackte Körper im Übermaß, dabei aus dem Off die naive Stimme eines Mädchens, was seiner Mutter eintrichtert, wie cool die Leute drauf sind, wie viel Spaß sie hat und dass sie nie wieder hier weg will. Die knappe Handlung wird in vermeintlich kurzen 92 Minuten mal herrlich ausgedehnt. Zweimal wird herrlich Britney Spears nachgesungen und auch sonst großartige(!) Musik, mit DubStep von Skrillex, einnehmenden Cliff Martinez-Tönen, wie sie schon "Drive" eine stimmige Atmosphäre gaben, natürlich vier Gören, die nur oberflächlich das Pack nachstellen, was sich unter die Spring Break-Szene ordnet und der wie aus GTA entsprungene, alles besitzende Gangster mit Rasterlocken, göttlich gespielt von James Franco. Witzig ist auch, dass hier im Horrorfilm-Prinzip einer nach dem anderen abspringt, egal wie vorher noch behauptet wurde, dass das alles doch so megageil ist. Ein herrliches Erlebnis, was sich über eine Party-Generation und Tony Montana-Anhänger schillernd amüsiert, ohne aber dabei mit dem Zeigefinger zu wedeln. Kompromisslos behält der Film seinen Stil aus stylischen Häppchen fürs Auge und Dauer-Onelinern. Das war für mich ein purer Genuss. In diesem Sinne: "Spring Break forever, bitches!"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen