2001- A Space Odyssey (Stanley Kubrick, 1968)
Bereit für die Weltraum-Odyssee? Wer auch sonst als ein größenwahnsinniger wie Kubrick, sollte die Unendlichkeit und Unergründlichkeit des Universums mitsamt des Zuschauers in zweieinhalb Stunden über die Leinwand gleiten lassen. Ordentlich durch perfektioniert führt er uns in Welten, die dem Zuschauer zu der Zeit noch gar nicht bekannt waren und zelebriert das Ultra-Maximum, was uns Kino in jeglicher Form ermöglicht. Die Kraft eines präzisen Cut und all die Unruhe, Spannung, die solch einer verursachen kann. Der Sprung von einer Zeit und zu der nächsten. Der Beginn des Kampf zwischen Artgenossen. Knochenwurf, Zeitsprung. Der Kampf zwischen Mensch und Technik. Zwischen Dingen, denen wir vertrauen, weil wir sie erschaffen haben. Kubrick setzt sich schon tief mit dem menschlichen Wesen auseinander und zeigt in welche Richtung von Gesellschaftskritik ein Science-Fiction-Film gehen kann und wird. So ist Kubrick‘s Film nicht bloß eine eigene Erfahrung, die jedem Zuschauer und bei jedem Angucken eine andere Stimmung offenbart, sondern auch eine Reise, die das eindringen in den Geist des Affen/Menschen ermöglicht und doch selber, wenn man mal eine Zeit in diesem Film drinnen ist einige Emotionen offenbart. SPOILER Hal‘s Tod hat seine ganz eigene Tragik und es berührt mich irgendwo schon sehr wenn er pausenlos die Worte „Stop Dave I‘m afraid“ wiedeholt. SPOILER ENDE Sonst beschränkt sich dies natürlich hauptsächlich auf das bloße beeindruckt sein, aber doch ist man am Ende voller Freude, wenn man so einen fetten Brocken durchhat und das Gefühl hat wirklich mal da oben gewesen zu sein, alles gesehen zu haben und noch dazu so tolle Musik dies begleitete.

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