Freitag, 7. September 2012

Belle de Jour



Belle de Jour (Luis Bunuel, 1967)

Bitterböse visualisiert Bunuel die physischen Sehnsüchte einer Ehe anhand von verstörenden Tagträumen oder eben Séverine's Doppelleben als "Schöne des Tages" oder betrübte Ehefrau, deren Beziehung im Verlauf der Geschichte auch noch psychisch immer mehr aus den Fugen gerät. Bunuel's wohl erfolgreichster, wenn auch von ihm nicht selber nicht am meisten geschätzter ("[...]Ich schreibe den Erfolg mehr den Nutten in dem Film zu, als meiner Arbeit.") "Belle de Jour" ist eiskaltes, malerisches, aufregendes und bizarres Kino. Es ist irgendwie ein Hin und Her von treuer Ehefrau zur Edel-Prostituierten. Es ist irgendwie ein unangenehmer Ausbruch aus einer gefühllosen Ehe ins Nirgendwo gesteuert von dem menschlichen Verlangen nach Gefühlen. Faszinierend durch und durch.

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