Ascenseur pour l'échafaud (Louis Malle, 1958)
Faszinierend. Ein Anruf, ein Versprechen auf ein neues Leben, ein Schuss, eine, nein zwei kleine Unachtsamkeit und aufeinmal geht die Geschichte einen völlig anderen Weg. Ein Mann, eingesperrt im Lift. Ein Paar, die dies ausnutzen, sich dabei jedoch ins Verderben stürzen und eine, die verzweifelt und unwissend durch die Straßen läuft. Malle's Film ist schwer, da man als Zuschauer selber alles genau mitgekriegt hat, aber selber gar nicht weiß, wie die Charaktere auf all dies stoßen sollen. Aber das macht auch seine Spannung aus. Wie sich die Personen in ihrem Unwissen verhalten. Die Stimmung des Films ist irgendwie deprimierend. Vor allem wie Jeanne Moreau die erste Hälfte ziellos, begleitet von Jazz-Klängen, rumläuft und versucht ihren Mann zu finden, in dem glauben, dass sie betrogen wurde. Eindringlich dabei: Die zwischenzeitlichen Voice-Over's. Alles in allem eine in kalten Bildern gehaltene Perle, welche perfekt die dramatischen Folgen eines Missgeschickes erzählt.

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