Eureka (Shinji Aoyama, 2000)
Eines der ganz großen, modernen Meisterwerke aus Japan. Ein Riesenfilm. Von der Länge, von dem Inhalt, von der Geschichte, von dem Sepia-Look und den Wendungen, die wie in Echtzeit am Zuschauer vorbeigehen. "Eureka" handelt von dem Leiden und der Angst, die ein plötzlicher Überfall in einem Bus auslöst. Daraufhin scheint die ganze Welt des Filmes ins Schweigen zu geraten. Es wird nicht mehr geredet. Irgendwie spricht die Situation, in der sich die Hauptcharaktere befinden für sich. Als der Busfahrer zu den beiden einzigen überlebenden des Bus-Überfall kommt, scheint es deren Lage zu sein, in der sich alle drei befinden, über die sie sich verständigen können, ohne zu reden, bis dann irgendwann der Entschluss gezogen wird wegzufahren und der Film sich in ein malerisches Road-Movie-Erlebnis wird. Ein Film, so trist in seinem Inhalt, wie Edel in seiner Sepia-Optik. Ziemlich ruhig in seinem Erzählstil und doch gelingt es ihm vielfältig verschiedene Genre-Türen zu öffnen. Eine einzige, meditative, sogreiche Reise, von der man sich kaum entziehen kann.

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