Króki film o zabijaniu (Krzysztof Kieslowski, 1988)
Bei Kieslowski gibt es keine Gerechtigkeit, keine Erlösung, keine Hoffnung, keine Freude, keinen Trost, nein, denn er handelt nun einmal vom das Töten. Töten um sich selbst zu helfen und töten um der Gesellschaft helfen zu wollen, was sich als bloße Sinnlosigkeit in beiden Belangen herausstellt. Die grausame Tötungsszene, die der junge Mann hier begeht, welchen man erstmal bloß dabei beobachtet, wie er trübe und gedankenverloren durch die Straßen läuft, ist so qualvoll, langgezogen, brutal und wirkt auf den Zuschauer erst einmal so unmenschlich wie unverzeihlich, aber will das die Hinrichtung zum Ende doch in nicht in irgendeiner Weise rechtfertigen - ganz im Gegenteil. Man fühlt sich währenddessen so, als würde man sich gerade einen der brutalsten Mord der Filmgeschichte ansehen, was vor allem an dem hochemotionalen Dialog zwischen ihm und dem Anwalt zuvor liegt. Ein wichtiger, trister, dreckiger, nihilistischer, hässlicher, unbedingt sehenswerter, kurzer, aber wirksamer Film über das Töten.

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