Dienstag, 17. Juli 2012

Hiroshima mon amour

Hiroshima mon amour (Alain Resnais, 1959)


"Hiroshima mon amour" ist eine einzigartige, filmische Schönheit. Schon die ersten Szene beraubt einem den Atem. Erinnerungsfetzen werden im Voice-Over aufgesagt und eingeblendet, während ein Mann immer die Worte "Du hast nichts gesehen in Hiroshima" ausspricht. Der Rest dreht sich um eine namenslose Frau, die eine Nacht mit einem Japaner verbracht hat und nun abreisen muss, wovon ihr der Japaner die ganze Zeit abraten will. Dabei kommen immer wieder die Sehnsüchte an die Zeit hoch in der sie ihre erste große Liebe während des zweiten Weltkrieges traf. Alain Resnais geht es in diesem Film um den Schmerz und das Glück des Erinnern. Es ist eine einzige Meditation, die uns die Schönheit, in der wir Dinge in der Retrospektive betrachten, verdeutlicht. Dabei laufen die zwei Menschen in der Gegenwart durch das trostlose Hiroshima in der Nachkriegszeit. So zeigt "Hiroshima mon amour" einem die Wohlgestalt fiktionaler Wahrnehmung und in dokumentarischen Bildern die ungeschönte Realität. Ein pessimistisches Wunderwerk, in dem Schönheit nur noch in Erinnerungen existiert.

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