Sonntag, 13. Mai 2012

Eyes Wide Shut

Eyes Wide Shut (Stanley Kubrick, 1999)


„I think you forgot the mask“ 


Augen zuhalten. Maske anlassen. Nicht mehr man selbst sein. In die Orgie verfallen. Tanz zwischen Traum, Deutung und Realität. Kampf gegen Depression. Kampf gegen Paranoia. Kampf gegen Lust. Moment mal! Wie hat denn alles angefangen? Nun ungefähr so wie es Kubrick gerne macht: „Ganz normal.“ Man lässt uns erstmal auf eine normal geführte Ehe schauen. In eine Feier einweihen. Die Ehe ist offen. Zu offen? Zu geheimnisvoll? Zu verführerisch und locker? Oder doch so selbstverständlich, dank der guten 9 Jahre? Ich wurde schnell unsicher. Voller Symbolik. Voller Doppelbödigkeit. Von Szenen überfüllt die mit ungeheure Faszination, interessanter Thematik, mutiger Intimität und nicht zu letzt dem erstklassigen Pianosound in den Bann ziehen. Kubrick pur. Zum letzten. Ein Vermächtnis. Eine Offenbarung. 


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