Apokalypse Now (Francis For Coppola, 1979)
Endzeit-Musik zu Beginn. Brummende Hubschrauber. Ventilatoren, die gegen die erstickende Schwülheit ankämpfen. Das tolle am Intro ist, wie das drehen vom Ventilator und die Propeller der Hubschrauber in Verbindung gebracht wird. Die Hitze brennt. Man kann keine 100 Meter mehr weit gucken, durch den dichten Rauch. Coppola geht garnicht wirklich groß auf Figuren, Dialoge und Handlung ein. Er lässt die Bilder sprechen. Zeigt das Schlachtfeld in all seiner Schrecklichkeit. Doch das Schlachtfeld dient nur als der Anfangspunkt für einen immer tieferen Trip durch die Hölle, mitten ins Nevada des menschlichen Verstand. Francis Ford Coppola spricht es selber aus: "Mein Film handelt nicht von Vietnam. Er IST in Vietnam." Irgendwo im Grauen. Irgendwo im tiefen Rauch. Alles scheint ohne Orientierung. Nichts zählt mehr. Man denkt nur noch an die Anfangsmusik: "This is the end." Man ist am Ende. Man ist in der Hölle. Man ist am Abgrund. Man ist gefangen. Und hier bleibt man auch für die nächsten zweieinhalb Stunden fest sitzen. Man ist festgebunden. Überall. Ein ebenso ruhiges, wie umhauendes Überwerk, was bei den inzwischen schon über 30 Jahren nicht annähernd an Wirkung eingebüßt hat.

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