Sonntag, 3. Juni 2012

Branded to Kill

Koroshi no rakuin (Seijan Suzuki, 1967)


Es wurde uns schon immer vorgepredigt. Killer dürfen keine Gefühle haben. Sie sollten möglichst wenig Kontakte zur Außenwelt führen und generell nicht viel menschliches mit sich bringen. Wenn man schon eine Schwäche für gekochten Reis hat kann das vielleicht schon zu viel sein und man versaut einen Job und wird daraufhin ganz schnell selbst zum Zielobjekt. So alt diese Handlungsverlauf auch auf den ersten Blick wirkt. Ich kann versprechen, dass "Branded to Kill" verwirren kann, wie wenige. Dass er etwas sein wird, was man so nie wieder zu Gesicht bekommt, denn schon der Titelsong, der hier schon unter mir zitiert wurde, ist einmalig und gibt dem Zuschauer schonmal einen Vorgeschmack auf den absurden Mix aus unglaublich bizarr inszenierter Action, jede Menge Dialog-Witz, verrückter, einzigartiger, cooler Charaktere und einen Schuss Melancholie. Stellenweise denkt man echt nur "WTF?", wenn dann aufeinmal die Kamera herum kreist und auf lautlos gestellt wird und im nächsten Moment ein schneller, lauter Schnitt folgt oder aufeinmal kleine Zeichnungen ins Bild rücken, aber allein schon diese unglaublichen Kameraperspektiven. Ich hatte selten so viel Spaß bei einem Film in den letzten Tagen, nein, sagen wir Monaten. Der perfekte Film für den Fan von nicht ganz ernstzunehmenden extra überzogenen Filmchen ein purer Genuss von Anfang bis Ende.

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