Sonntag, 3. Juni 2012

City of God

Cidade De Deus (Frenando Meirelles, 2002)


"City of God" ist ja schon gut, sehr gut sogar. Ein mitreissender, von packenden Momenten lebender Film über die (wahre) Geschichte eines Jungen, der den Kampf gegen die Stadt des Gottes einen ganzen Film über aufnehmen muss. Hier wird gestorben, geschossen, getötet, gedealt, geliebt, gehasst. Was Meirelles hier ein Stück vermissen lässt sind zwischen all der Gewalt dem Zuschauer greifbare Emotionen zu vermitteln. Mit all seiner Action und seiner immer harmloser werdenden Geschichte wird das Ganze immer mehr zu einem Märchen und lässt all die Brutalität und Wirksamkeit, die "City of God" mit sich brachte gen Ende wiederum ein Stück vermissen. Die Geschichte läuft immer mehr auf ein uninteressantes Krieg zwischen zwei Banden hinaus und zieht einen dadurch immer weiter aus dieser unbequemen Haltung, die sich in dem Laufe der Geschichte breit macht, raus. Außerdem ist die Inszenierung teilweise etwas zu sehr auf schicki-micki-dreckig getrimmt, sodass sich die erschütternde Wirklichkeit einem nicht so sehr ins Gedächtnis brennen will, wie sie mit Sicherheit sollte. Insgesamt für seine Thematik zu "unterhaltend", aber durchaus eindrucksvoll.

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